Unser Kommentar zu den Vorfällen in Volkmarsen

Die Ereignisse in Volkmarsen haben leider wieder einmal gezeigt, dass es nicht zwingend der von einem ausgebildeten Top-Terroristen gesteuerte 40Tonner ist, der uns Sorgen machen sollte. Wesentlich häufiger findet sich als Grund für das “Zusammentreffen von PKW und Menschen” Unfallgeschehen mit internistischen Auslösern oder Überfahrtaten aus Ärger, Liebeskummer, Rache oder – sagen wir mal “Irrsinn”.
Deshalb ist es auch zu kurz gedacht, nur infrastrukturell an die Sache heranzugehen – gebraucht wird ein stimmiges Zufahrtsschutzkonzept, das als erste Festlegung erst einmal die Frage nach den Schutzzielen stellt: gegen was sollen die Maßnahmen eigentlich schützen?

Dann geht es weiter mit der Identifizierung der Beteiligten / zu Beteiligenden sowie der zu schützenden Objekte (incl. der Betrachtung der Konsequenzen eines Schädigung)
Ein wichtiger Aspekt ist darüber hinaus die Festlegung des Schutzzeitraumes und des Perimeters sowie dessen Abstand zu den schützenswerten Objekten.
Erst dann werden die jeweiligen Schutzmaßnahmen für jeden Bereich festgelegt – diese müssen nicht zwingend infrastrukturell sein.
Zufahrtsschutzkonzepte sind weder Hexenwerk noch Raketenwissenschaft – natürlich muss manchmal gerechnet werden, wenn es um Anprallgeschwindigkeit oder Eindringtiefe geht, viel häufiger geht es aber um genaues Hinschauen, abgestimmte Überlegungen und einer Balance aus “sich nicht verrückt machen lassen” und “die Dinge so ernst nehmen, wie sie sind”
IWA 14-2:2013 – Vehicle security barriers — Part 2: Application

On Februar 26th, 2020, posted in: News by