Aus dem Magazin für Sicherheitskultur “Polizeikosten im Fußball – wer zahlt bei Risikospielen”

Die Diskussion zu den Polizeikosten im Fußball geht in die nächste Runde…

In unserem vorletzten #MAGAZINfürSicherheitskultur hat sich Christoph Heiliger ausführlich mit der Historie des Rechtsstreits zwischen dem Land Bremen und der Deutschen Fußball Liga (DFL) beschäftigt und darin bereits gemutmaßt, dass uns das Thema noch eine ganze Zeit beschäftigen wird. Nun kommen in kürzester Zeit zwei neue Kapitel zur inzwischen fünfeinhalbjährigen Diskussion hinzu: Zunächst wurde im Rahmen der DFL-Mitgliederversammlung am vergangenen Dienstag der Antrag des SV Werder Bremen, die fälligen Gebühren für Risikospiele im Solidarmodell zu tragen, mit einer Enthaltung und einer Gegenstimme durch die 34 vertretenden Clubs abgelehnt. Dadurch bleibt die Handhabe der Deutschen Fußball Liga, die Gebührenbescheide der Freien Hansestadt Bremen zunächst zu zahlen und dann an Werder Bremen weiter zu berechnen, bestehen. Werder Bremen hatte ein Modell, das eine Teilung der Kosten zwischen DFL, Werder und dem jeweiligen Gastverein vorsieht, entworfen.

Ein bundesweiter Fonds, aus dem Mehrkosten für Hochrisikospiele getragen werden könnten, wird von den Profivereinen ebenfalls größtenteils abgelehnt, hingegen von den Innenministern aus Rheinland-Pfalz und Bremen favorisiert. Diese werden während der aktuellen Innenministerkonferenz in Lübeck eine Mustergebührenverordnung vorlegen, um eine bundesweite Vereinheitlichung zu forcieren. Eine Adaptierung der Gebührenordnung wird in vielen Bundesländern aber kritisch gesehen – was jedoch nicht in allen Fällen gleichbedeutend mit einer grundsätzlichen Ablehnung der Weiterberechnung der zusätzlichen Kosten ist – es verspricht also sowohl im konkreten Fall Werder Bremens als auch in Bezug auf die Entscheidungen der unterscheidlichen Bundesländer spannend zu bleiben.

Zum Artikel „Polizeikosten im Fußball – Wer zahlt bei Risikospielen?“ aus Das MAGAZIN für Sicherheitskultur 05/2019

Quellen:
kicker.de, spiegel.de, sueddeutsche.de, kicker.de, swr.de

Das MAGAZIN für Sicherheitskultur gibt es auf unserer Website zum kostenlosen Download oder als Printversion für 7,50€ (zzgl. MwSt.) je Ausgabe.
Magazin für Sicherheitskultur

On Dezember 5th, 2019, posted in: News by