Arbeitsschutz – Branchenspezifische Handreichungen zu notwendigen Anpassungen in Zeiten der Covid-19-Pandemie

Unser Dozent Daniel Schlatter (Schlatter-Zahl-Kuhnt Rechtsanwälte), der auch Beratung im Gebiet des Arbeitsschutzes anbietet, hat für uns einen Blick auf notwendige Anpassungen in diesem Bereich geworfen und hilft mit einem kleinen Text, den Überblick zu behalten.

Nachdem die Veranstaltungsbranche im weitesten Sinn in vielen Bundesländern wieder langsam an Fahrt aufnehmen darf und deshalb auch entsprechende Vorbereitungsarbeiten und der Künstler-, Bühnen- und Technikbetrieb wieder in Schwung kommt, wird der Blick in den Bereich Arbeitsschutz notwendig. Denn Anpassungen der Maßnahmen des Arbeitsschutzes bedingen meist auch eine angepasste Sicherheitsplanung.

Um die Verbreitung der Covid-19-Pandemie einzudämmen, den Betrieb stabil am Laufen zu halten und die Gesundheit der Mitarbeiter gewährleisten zu können, sind die Mitarbeiter, die nicht von zu Hause aus arbeiten können, besonders schützenswert.

Um dies zu erreichen, sind auch die Unternehmen in der Veranstaltungsbranche gezwungen, die Arbeitsweisen radikal umzugestalten. Dies hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales schon vor einigen Wochen durch Erlass des SARS-CoVi-2-Arbeitschutzstandards klar gestellt. Dies betrifft in besonderer Weise auch die Veranstaltungsbranche.

Die Berufsgenossenschaft VBG hat hierzu inzwischen für maßgebliche Branchenteile branchenspezifische Handlungshilfen formuliert:

Wie bei Handlungshilfen üblich, ersetzen diese alle keine betriebsspezifische Beurteilung und Maßnahmenbestimmung. Sie geben aber Ideen für Struktur und Maßnahmenbildung zur Wahrnehmung der Unternehmerpflichten im Arbeitsschutz.

Eine durchaus interessante und lesenswerte zusammenfassende Betrachtung [9] haben unsere Kollegen in den Spitzenverbänden der Schweiz verfasst. Natürlich gelten hier die nationalen Normen, gleichwohl werden aus unserer Sicht durchaus praktikable Lösungen aufgezeigt.

Achtung: Zu den Unternehmerpflichten im Arbeitsschutz zählt nach § 8 ArbSchG auch die Kooperations- und Koordinationspflicht, wenn Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber an einem Arbeitsplatz tätig sind.

Die Anpassung von Arbeitsschutzmaßnahmen hat meist auch Auswirkungen auf die Produktions- und Sicherheitsplanung – auch oder gerade deshalb empfehlen wir, nicht nur den Bereich Veranstaltungssicherheit sondern auch den Schwerpunkt Arbeitssicherheit – wenn nicht ohnehin geschehen – einer umfassenden und konzeptionellen Betrachtung zu unterziehen und die Wechselwirkungen zu beachten!

Schlatter-Zahl-Kuhnt Rechtsanwälte stehen in Fragen zu diesem Themengebiet gerne mit Rat und Tat zur Seite: kanzlei@schlatter-zahl-kuhnt.de

oder über das IBIT-Team: kontakt@ibit.eu

On Mai 28th, 2020, posted in: News by