#Fachtagungsnews Nr. 24

Eine neue Rechtsgrundlage, die uns alle in jüngster Vergangenheit ins Grübeln oder teilweise auch ins Schwitzen gebracht hat, war die neue Datenschutz-Grundverordnung #DSGVO, die im Mai 2018 eingeführt wurde. Wie damit konkret im Veranstaltungskontext umzugehen ist, erläutert bei uns RA Martin Reitmaier in seinem Vortrag “Der Zweck heiligt die Mittel? Datenschutz in Zeiten eines gestiegenen Sicherheitsbedürfnisses und der Terrorabwehr bei Großveranstaltungen” (12.11.2019 – 13:00 Uhr).

“Seitdem das Schreckgespenst „DSGVO“ in der Welt ist, haben sich viele darüber Gedanken gemacht, wie mit Daten umzugehen ist. Es besteht die Angst, abgemahnt zu werden oder ein horrendes Bußgeld zu kassieren. Parallel zu dem Ausbau des Schutzes der informationellen Selbstbestimmung ist gleichsam das #Sicherheitsbedürfnis der Gesellschaft gestiegen – ergo ein Spannungsfeld.
Besucher erwarten #Sicherheitsvorkehrungen des Veranstalters. Nach den #Terroranschlägen und #Amokläufen ist das Thema immer wieder in den Medien präsent. Journalisten haben in Berichten aufgezeigt, wie leicht es ist, getarnt als Mitarbeiter Zugang bei einer Veranstaltung zu erhalten.

Veranstaltungen sind „weiche Ziele“ für potentielle Attentäter – leicht zu erreichen mit großem Schadensausmaß bei einem erfolgreichen Anschlag.

In dieser Gemengelage kommt nun die Polizei auf den Veranstalter zu und bittet um Übermittlung von Vor- und Nachname, Geburtsdatum und Geburtsort aller eingesetzten Mitarbeiter auf der Großveranstaltung.

Wie verhält man sich richtig? Darf die Polizei die Daten anfordern und darf der Veranstalter diese Daten überhaupt weitergeben?”

Zur Person:

Martin Reitmaier ist Fachanwalt für Strafrecht und hat seinen Tätigkeitsschwerpunkt im Bereich der Wirtschaftskriminalität. Ordnungswidrigkeiten und Straftaten in Unternehmen bilden den Kern seiner Arbeit. Er ist beratend im Bereich Compliance tätig. Sein zweiter und nicht weniger ausgeprägter Tätigkeitsschwerpunkt ist das Veranstaltungsrecht. Er arbeitet seit 2009 in der Projektleitung des international bekannten Musikfestivals „Rock im Park“ und betreut dort die juristischen Belange rund um das Festival. Deutschlandweit setzen namhafte Veranstalter auf seine speziellen Kenntnisse und insbesondere seine praktischen Erfahrungen in diesem Bereich. Unter anderem berät er den 1. FCN in speziellen veranstaltungsrechtlichen Fragen.

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On Oktober 29th, 2019, posted in: News by