Programm

Themenschwerpunkt

In der Best Practice Session berichten Praktiker von ihren Erfahrungen. Wir bemühen uns, die best practice session so werbefrei wie möglich zu halten – das hat in den Vorjahren nicht immer gut geklappt, deshalb gibt es nun zwei getrennte Schwerpunkte: die Best Practice Session, in der insbesondere Erfahrungen, Lösungen und Fragestellungen gesteilt werden und die Industry Best Practice Session, in der Lösungen unter Einbindung bestimmter Produkte / Systeme präsentiert werden.
11.00 Uhr Die Christopher Street Day-Parade in Köln – Versammlung vs. Veranstaltung

Raumfarbe:
Referent: Jörg Kalitowitsch
Inhalt: Jörg Kalitowitsch hat in den vergangenen 11 Jahren viele Erfahrungen bei der Anmeldung, Organisation und Durchführung von Demonstrationen verschiedenster Art, darunter die Kölner Christopher Street Day-Demonstration, gewonnen. Wann unterscheidet sich eine Versammlung von einem Straßenfest, wann macht die Anmeldung einer Versammlung im Vergleich zu einer Veranstaltung Sinn? Wo sind die Vorteile und wo sind die Risiken verortet. Kann man eine Demonstration genauso professionell wie eine Veranstaltung organisieren oder schließt sich das gar aus? Kalitowitsch wird von seinen Erfahrungen berichten und den ein oder anderen Tipp und Hinweis geben, Bedenken und Risiken aufzeigen. Dabei geht es in seinem Vortrag keinesfalls darum, den einzig richtigen Weg aufzuzeigen. Es geht vielmehr darum, verschiedene Sichtweisen zu beleuchten, um jeweils das Beste daraus ziehen zu können.

13.00 Uhr Die Sache mit den Zahlen: Besucherzählung & -monitoring am Beispiel der Amtseinführung Donald Trumps

Raumfarbe:
Referent: Marcel Altenburg (Manchester Metropolitan University)
Inhalt: Der Vortrag wird den Weg von der Vermutung zur belastbaren Zahl aufzeigen und erklären, welche Bedeutung die „erwartete Besucherzahl“ hat, insbesondere hinsichtlich der Frage, ob es nun eher ‚voll‘ oder eher ‚leer‘ ist. Gerade Letzteres ist besonders in Bezug auf notwendige Handlungen, wie z. B. Sperren, eine wichtige Feststellung, wurde doch die allzu leichtfertige allgemeine Festlegung „bei mehr als 2 Personen/qm wird die Fläche gesperrt“ schon zu oft einer realitätsangepassten Vor-Ort-Bewertung geopfert.

14.15 Uhr Das Sommernachtskonzert im Schlosspark Schönbrunn: Sicherstellung eines geordneten Zu- und Abstrom einer öffentlichen Veranstaltung

Raumfarbe:
Referent: Matthias Brezina (Se2 Solutions Service & Security GmbH)
Inhalt: Das Sommernachtskonzert im Schlosspark Schönbrunn in Wien ist eine der größten Klassikveranstaltungen weltweit. Der historische Schlosspark und die Organisation als kostenloses Konzert stellen die Veranstalter und die Sicherheitsplaner vor besondere Herausforderungen. Neben einer speziellen Wegführung durch den Park, die eine geordnete Befüllung der verschiedenen Besucherbereiche ermöglicht, spielt auch die Zählung der Besucher eine große Rolle, um eine Überschreitung der Maximalkapazität zu verhindern. Ein komplexes Zählsystem wird seit Jahren angewendet, um jederzeit auf den aktuellen Befüllungsgrad schließen zu können. Zusätzlich werden mehrere Maßnahmen vorbereitet, wodurch eine direkte Kommunikation mit den anreisenden Besuchern ermöglicht wird.
Der Vortrag geht speziell auf die Maßnahmen aus den Jahren 2017 und 2018 ein. Es werden die Maßnahmen, sowie ihre Weiterentwicklungen und Auswirkungen erklärt. Hierbei geht es besonders um die Befüllung der unterschiedlichen Bereiche, den Auslass nach Konzertende und das Arbeiten mit dem Zählsystem.


15.45 Uhr 35.000 Volunteers and a new barrier system: Experiences from Roskilde 2018

Raumfarbe:
Referent: Morten Therkildsen (Roskilde Festival)
Inhalt:Zum Roskilde Festival muss man eigentlich gar nichts mehr sagen, daher zitieren wir mal au ihrer eigenen Beschreibung:“ 8 days. 130000 visitors. 180 music acts. Spectacular art + events. International friends and audiences all over the world. Delicious food. Non-profit all the way.“
Und das erstaunlichste ist: ein Großteil der dort Arbeitenden sind ehrenamtliche Kräfte – langfristig über das Jahr oder kurzfristig eingesetzt für das Festival selbst.
Morten Therkildsen, Head of Security, Health and Safety des Festivals spricht darüber, wie es ist, das Thema Sicherheit mit Freiwilligen zu organisieren und diese der Aufgabe entsprechend zu motivieren und zu qualifizieren.

How to motivate the volunteers
Roskilde Festival is a non-profit charity organization. Every year 30.000 volunteers come together to create the festival. 6.500 of these are in the service and safety department, and as such referring to the Head of Security, Health and Safety.
In this session I will present the organization and how we plan, train and motivate the volunteers to be a part of a safe festival. What are the benefits and the challenges of working with volunteers?

 

Ein Themenstrang, der ja zuerst misstrauisch beäugt wurde, der sich inzwischen aber auch mit gutem Zuspruch durchgesetzt hat – ist inzwischen doch jedem klar geworden, was die Konsequenzen eines fehlenden Splintes in einem Fahrgeschäft oder einer nicht fachmännisch gelagerten Gasflasche sind….

11.00 Uhr Ausschreiben – wie bekomme ich den Dienstleister, der wirklich zu mir und meiner Veranstaltung passt?

Raumfarbe:
Referent: Stephan Leukert (von zur Mühlen’sche GmbH)
Inhalt: (Fast) jeder hat schon einmal Bekanntschaft mit Ausschreibungen gemacht: entweder auf Seiten des Ausschreibenden oder des Bieters. Und genauso hat sich auch fast jeder schon einmal gewundert: wie „ausgerechnet dieser“ Dienstleister hat gewinnen können oder wie man eine Leistung kalkulieren soll, deren Umfang noch gar nicht abzusehen ist.
Nun ist „Vergaberecht“ nicht das schönste aller Themen – aber dennoch müssen sich insbesondere öffentliche Auftraggeber mit der Frage beschäftigen: Wie kann ich so ausschreiben, dass am Ende eben nicht „der Billigste“ gewinnt und alles andere egal ist? Auf der anderen Seite geht es aber natürlich auch um Fragen wie: Was kann und darf ich in einer Ausschreibung fordern, ohne Anbieter von Anfang (unberechtigt) auszugrenzen? Was muss ich als Bieter bei der Erstellung von Angeboten unbedingt beachten? Ist das Vorhandensein „intensiver Ortskunde“ ausgrenzend oder eine sinnvolle Forderung? Was tun, wenn die Ausschreibungsunterlagen Lücken haben?
Mit Fragen wie diesen beschäftigt sich der Vortrag von Stephan Leukert, der sich als Sicherheitsberater bei der Von zur Mühlen’sche GmbH auf das Thema „personelle Sicherheitsdienstleistungen“ spezialisiert hat. Er hat selbst jahrelang sowohl auf Dienstleister- als auch Nachfragerseite gearbeitet und berät seit 2011 Behörden und Wirtschaftsunternehmen bei der Ausschreibung und Vergabe von Sicherheitsdienstleistungen.
Am Beispiel der Ausschreibung von Sicherheitsdienstleistungen zeigt er auf, wie man Angebote vergleichbar macht und Ausschreibungen mit einem wasserdichten Leistungsverzeichnis so optimiert, dass man den leistungs- und qualitätsorientiertesten Dienstleister unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sicher identifizieren kann. „Dabei habe ich mir es bei meiner Arbeit zur Aufgabe gemacht, die Bedürfnisse sowohl der Auftraggeber als auch der Auftragnehmer zu berücksichtigen“, sagt Stephan Leukert.


13.00 Uhr Der Geist in der (Gas)Flasche – Basics der Veranstaltungssicherheit

Raumfarbe:
Referent: Falco Zanini (Falco Zanini Event Safety)
Inhalt: Sicherheit findet für viele Planer, Veranstalter und Gäste oft vor den Kulissen statt. Security, Absperrungen, Fluchtwege sind oft das materialgewordene Synonym für eine ordentliche Planung und entspanntes Erleben. Dabei finden sich hinter den Kulissen und vor allem hinter den bunten Fassaden von Ständen, Buden, Ausschankwagen und Foodtrucks oft die eigentlichen Sorgenkinder. Falco Zanini spricht über die neuen und eigentlich ganz alten Gefährdungen auf Veranstaltungen, deren Grundlagen und möglichen Handlungsszenarien

INDUSTRY BEST PRACTICE

14.15 Uhr Teilnehmer- und Crewmanagement im Kontext Veranstaltungssicherheit

Raumfarbe:
Referent: Marcel Schettler (Guest-One GmbH)
Inhalt: Ein professionelles Teilnehmer- und Crewmanagement ist die Grundlage für die Administration von sicherheitsrelevanten und sicherheitskritischen Aspekten in der Veranstaltungsorganisation. Erst durch die zentrale Verwaltung aller Besucher- und Personaldaten in einer Datenbank, selbstverständlich nach aktuellen DSGVO Kriterien, können personenbezogene Aspekte wie z.B. Anmelde- oder Zutrittsberechtigungen überhaupt abgebildet, verwaltet, überwacht und gesteuert werden. Am Beispiel der Finals von Germanys Next Top Model 2017 und 2018, erläutert Guest-One sinnvolle Vorgehensweisen des Crewhandlings, die neben der Verbesserung der Sicherheit auch die Organisation deutlich entlasten.

Best Practice Lösungen aus Sicht der RIEDEL Communications GmbH & Co. KG

Referent: Thomas Benger (RIEDEL Communications GmbH & Co. KG)
Inhalt: Der ganzheitliche Blick für die Sicherheitsbelange einer Veranstaltung ist eine Herausforderung für die Verantwortlichen. Anhand von Fallbeispielen wird ein Abriss über die Möglichkeiten einer vorausschauenden Sicherheitskonzeption gegeben. Thomas Benger wird aus der Zusammenarbeit mit den Veranstaltern berichten und Best-Practice-Lösungen einer proaktiven Implementierung neuer Sicherheitsfunktionen in einem sich weiterentwickelnden Umfeld aufzeigen.


15.45 Uhr eps Innovationsforum

Raumfarbe:

Inhalt: Das eps Innovationsforum hat sich zum Ziel gesetzt, eine Plattform zu sein für die Vorstellung neuer Ideen, Erfindungen oder Produktentwicklungen. Unter den kritischen Blicken der Zuhörer und potentiellen Anwender werden die Neuheiten präsentiert und diskutiert – oftmals verbunden mit intensiven Diskussionen auch noch im Nachgang des Forums. Einige der 2016 und 2017 vorgestellten Ideen sind inzwischen in der Praxis im Einsatz – nicht zuletzt motiviert durch das gezeigte Brancheninteresse und den erfahrenen Zuspruch im Rahmen des Innovationsforums.
Dieses Jahr mit dabei:




 

Auch dies ein Dauerbrenner: was passiert in der Welt der Forschung? Was kann man (schon) in der Praxis nutzen? Wie geht Forschung?

11.00 Uhr „Meine Mitarbeiter, meine Vollidioten“ – Überdeckt das Festhalten an Mythen reale Fortschritte in der Branche der Veranstaltungsordnungsdienste?

Raumfarbe:
Referent: Dr. Patricia Schütte & Malte Schönefeld (Bergische Universität Wuppertal)
Inhalt: Seit langem wird über das Entwicklungspotential von Veranstaltungsordnungsdiensten (VOD) diskutiert: Mehr Standards, Qualifizierungsmöglichkeiten, eine Aufwertung der Dienstleistungen und insgesamt mehr Professionalität sind gängige Forderungen. Immer wieder stoßen solche Überlegungen allerdings an Grenzen. Die wirtschaftliche Situation der Branche, schwierige Arbeitsbedingungen und ein negativer Ruf dämpfen oftmals den Entwicklungsoptimismus. Die Vortragenden argumentieren, dass das Negativbild und damit einhergehende Vorurteile die Gefahr in sich bergen, erreichte Fortschritte der Branche und weitere Entwicklungsmöglichkeiten zu überdecken. Hierfür greifen sie auf die Erkenntnisse aus zahlreichen Interviews mit PraktikerInnen und ExpertInnen, Beobachtungen von VOD und BesucherInnenbefragungen zurück, die sie im Rahmen des BMBF- Forschungsprojektes „Professionalisierung des Veranstaltungsordnungsdienstes (ProVOD)“durchgeführt haben.

13.00 Uhr Drängeln oder Schlange stehen: Wie Absperrungen und Motivation das Verhalten in Einlasssituationen beeinflussen können

Raumfarbe:
Referent: Juliane Adrian (Forschungszentrum Jülich GmbH)
Inhalt: Ein- und Ausgänge zu Stadien, Events oder Großveranstaltungen stellen üblicherweise ein Nadelöhr dar. Dort kann es zu Stauungen und langen Wartezeiten kommen, und bei genügend hoher Motivation zu Gedränge führen. Letzteres kann für die Besucher zu unangenehmen Situationen führen und stellt ein Sicherheitsrisiko dar.
Verhalten sich anstehende Besucher wie in einer Warteschlange, folgen sie einer gewissen sozialen Norm. Kommt es zu einem Gedränge, bricht diese soziale Norm.
Aufbauend auf einer vorherigen Studie haben wir in einem weiteren Experiment untersucht wie sich das Verhalten der Besucher durch räumliche Strukturen von Absperrungen vor dem eigentlichen Eingang beeinflussen lässt. Dabei wurde die Korridorbreite vor einer Eingangsschleuse und die Motivation der Probanden variiert. Personendichte und Wartezeiten geben Aufschluss über das Verhalten der Probanden.


14.15 Uhr Keine Party ohne MONICA – Internet der Dinge bei Großveranstaltungen

Raumfarbe:
Referent: Dr. Marco Jahn (Fraunhofer FIT)
Inhalt: In ganz Europa werden Veranstaltungen unter freiem Himmel beliebter, zugleich steigen aber auch die Anforderungen an die Organisatoren in Sachen Sicherheit und Lärmschutz. Das internationale Forschungsprojekt MONICA widmet sich genau diesen Themenbereichen im Rahmen von Großveranstaltungen und untersucht, inwieweit der Einsatz vernetzter Technologien einen Mehrwert für Veranstalter, Besucher und Anwohner bringen kann.

Im Fokus steht hierbei die Erprobung innovativer Ansätze im Feld: raus aus dem Elfenbeinturm und rein in die Praxis. Es geht um konkrete Anwendungen z.B. zur Reduzierung der Lärmemission bei Konzerten, zur Besucherzählung oder zur Lokalisierung von Einsatzkräften.

MONICA-Technologien werden nutzerzentriert entwickelt und auf insgesamt elf Veranstaltungen in sechs europäischen Städten getestet. Der Vortrag stellt einige Beispiele sowie Ergebnisse aus der ersten Halbzeit des Projekts vor.


15.45 Uhr Anwendungsorientierte Forschung im Bereich von Großveranstaltungen –
Verwertung von Erkenntnissen am Beispiel des BMBF-Projekts SiKomFan

Raumfarbe:
Referent: Thomas Kubera (Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei Nordrhein-Westfalen)
Inhalt: Der Beitrag stellt beispielhaft das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Forschungsprojekt „Mehr Sicherheit im Fußball – Verbesserung der Kommunikationsstrukturen und Optimieren des Fandialogs (SiKomFan)“ dar. Aus dem anwendungsorientierten Forschungsansatz werden im Vortrag insbesondere die Befunde zur interorganisationalen und externen Kommunikation reflektiert, die auch auf andere Großveranstaltungen übertragbar sind. Im Zuge der Verwertung der Forschungserkenntnisse entstanden verschiedene Publikationen, so z.B. ein Praxishandbuch für Akteure im Netzwerk der Sicherheitsgewährleistung. Darüber hinaus nutzte der Deutsche Fußball Bund e.V. (DFB) die Befunde, um sie in eine Optimierung des Sicherheitsmanagements in den deutschen Profiligen zu implementieren. In einer DFB-Projektgruppe wurde ein „Leitfaden für die Arbeit und Übung mit Koordinierungsgruppen (DFB LüKo)“ und zur Vorbereitung auf Länderspiele der Nationalmannschaft Krisenmanagementtrainings an den Spielorten etabliert. Der Beitrag geht detailliert auf diese Verwertungsformen ein.

 

Es gibt so Themen, die wichtig und interessant sind, sich aber nicht in einen Schwerpunkt einordnen lassen. Dies sind Themen, die für „die Großen“ genauso relevant sind wie für „die Kleinen“ (Clubs etc). Wir sprechen dabei von „Sexuellen Übergriffen“ genau wie von Standardfragen z.B. nach Räumungskonzepten

11.00 Uhr Räumungskonzepte

Raumfarbe:
Referent: Ralf Zimme (IBIT GmbH)
Inhalt: Mit der MVStättVO 2014 wurde den Betreibern von Versammlungsstätten die Aufgabe übertragen, Räumungskonzepte für ihre Gebäude zu erstellen. Da es keine Muster oder Vorlagen zu solchen Konzepten gibt wird geschrieben was sinnvoll erscheint. In den meisten Fällen reduziert sich das „Konzept“ auf schiere Handlungsanweisungen – das Denken (und möglicherweise auch das Niederschreiben) muss jedoch deutlich früher beginnen. Grundlage für das Notfallmanagement, zu dem das Räumungskonzept gehört, ist eine Gefährdungsanalyse zu veranstaltungs-, gebäude- und umfeldspezifischen Gefährdungen. Hierzu gehören regelmäßig mindestens Brand- und Explosionsgefahren, der Austritt von Gefahrstoffen, gefährliche Vorkommnisse im Straßen-, Schienen- oder Wasserverkehr oder der Zusammenbruch von Gebäuden, bzw. Auf- und Einbauten sowie Bedrohungslagen wie Bombendrohungen, das Auffinden nicht zuzuordnender Gegenstände oder Wetterlagen. Die Umsetzung solcher Konzepte scheitert häufig an unterschiedlichen Gründen: zu allgemein, zu konkret, zu umfangreich, nicht bekannt, wieder vergessen – so dass die Herausforderung nicht nur darin besteht, die grundsätzlichen Gefährdungen und damit Auslöser für eine Räumung zu identifizieren, sondern vor allem, ein Konzept zu erstellen, das auch gelebt wird. Um ein Räumungskonzept zu einem nützlichen Dokument zu machen und notwendige Entscheidungen und Maßnahmen unverzüglich treffen, beziehungsweise umsetzen zu können, braucht es mehr als ein Blatt Papier: es braucht ein grundsätzliches Durchdenken möglicher Abläufe und vor allem auch der vorhandenen und notwendigen Ressourcen. Alarmierung, handelnde Personen und deren Training sowie Auslöse- und Aufhebungskriterien sind dabei nur einige der Aspekte, die ein solches Konzept behandeln muss. Auch die Räumung an sich muss spezifiziert werden: Handelt es sich um eine Gesamträumung, eine Teilräumung oder eine gerichtete Räumung?
Ein Räumungskonzept ist keine „zwangsläufig nun auch noch“ umzusetzende Auflage aus der Musterversammlungsstättenverordnung, „aber, ein gut funktionierendes, etabliertes, gelerntes Räumungskonzept ist ein wichtiges Handwerkszeug für das zeit-schnelle Reagieren im Ereignisfall“, so Ralf Zimme, “und dabei ein wichtiger Baustein für die Gewährleistung der Sicherheit von Menschen in Versammlungsstätten“.


13.00 Uhr Unbequeme Themen: Sexuelle Belästigung, Drogenkonsum bei Veranstaltungen, Klaubanden Teil I & II

Raumfarbe:
Diskutanten: Inga Rossbach (FKP Scorpio Konzertproduktionen GmbH), Bernd Belka (Special Security Services), Ansgar Hagen (Leiter Davidwache Hamburg), Andy Mestka (S-Hoch 3 AG), Jacob Bilabel (), Jörg Kalitowitsch
Inhalt: Es gibt sie – die Themen, über die niemand gerne spricht – besonders nicht, wenn es die eigene Veranstaltung betrifft. Wie aber können Lösungen gefunden werden, wenn die Problematiken verschwiegen werden? Haben wir verlernt, mit unangenehmen Themen umzugehen und es auch auszuhalten, keine befriedigende Lösung anbieten zu können? Sexualisierte Gewalt ist ein Thema, dass es in die Medien geschafft hat – entsprechend hoch ist die Bereitschaft, auch öffentlich darüber zu sprechen. Aber was ist z.B. mit Drogen? Jeder Veranstalter hat eine Haltung dazu – aber öffentlich darüber diskutieren? Das bedeutet ja, öffentlich zugeben, dass auf der eigenen Veranstaltung Drogen konsumiert werden – was möglicherweise auch die ein oder andere Behörde / Organisation auf den Plan ruft?
Und was ist z.B. mit Diebstahl? Und noch schlimmer: organisierter Diebstahl? Klaubanden? Darf man sagen, dass diese Banden vorrangig einer bestimmten Nationalität angehören oder ist man dann automatisch ein Rassist? Und wie würde man davor warnen?
Es gibt so viele unangenehme Themen, die alle eins gemeinsam haben: Sie lösen sich nicht auf, so sehr wir auch versuchen, sie zu verschweigen. Um gemeinsam Lösungen zu finden, müssen wir die Themen adressieren, wir müssen offen und ohne Angst vor (übertriebenen) Sanktionen darüber reden können – mindestens in unserem Diskussionspanel, hoffentlich auch in unserer Realität.
Das zweistündige Panel ist in 2 Teile aufgeteilt, um den Wechsel in / aus anderen Themenschwerpunkten ohne Störung möglich zu machen.


15.45 Uhr Grundfragen der Sicherheitsplanung Q&A

Raumfarbe:
Referent: Bernd Belka (Special Security Services), Sabine Funk (IBIT GmbH) & Ralf Zimme (IBIT GmbH)
Inhalt: Im Rahmen von Seminaren erlebt man es immer wieder: man sieht, dass ein Teilnehmer ein Problem hat, sich aber nicht traut, zu fragen. Dann endlich – zögerlich: die Frage – schon eingeleitet mit „ich oute mich jetzt mal als …“ – und was passiert? Mindestens die Hälfte des Kurses seufzt erleichtert; endlich hat sich mal jemand getraut, zu fragen!
Gleiches erlebt man bei der Abfrage der „Alltagsprobleme“: jedes Thema führt zu einem Kopfnicken bei den anderen Beteiligten, nichts ist zu „profan“, nichts ist zu „einfach“.
Und so wollen wir uns in dieser Stunde einfach mal mit allen Fragen beschäftigen, die möglicherweise noch darauf warten, gestellt zu werden. Der Themenbereich ist die „nicht-technische Veranstaltungssicherheit“ – alles Weitere ist frei.
Also: her mit Ihren / Euren Fragen, z.B.
• Was sind Mindestinhalte eines Sicherheitskonzeptes?
• Was ist dieses Crowd Management, von dem alle sprechen?
• Wo sind die Grenzen der Verantwortlichkeiten?
• Gibt es eine Matrix für die Berechnung des Sicherheitsdienstes?
Die IBIT Dozenten werden sich bemühen, die Fragen zu beantworten –wohl wissend, dass Antworten auch auf vermeintlich leichte Fragen manchmal auch schwierig sein können.


 

  • Themenverbindende Abschlussdiskussion ⇓
    17.00 Uhr
  • Raumfarbe:
    Diskutanten: Sabine Funk (IBIT GmbH), Dr. Frank Mücke (comed GmbH), Holger Jan Schmidt (Take a Stand)
    Inhalt: So unterschiedlich die Themen, so wichtig die Zusammenführung. In der themenverbindenden Abschlussdiskussion werden die wichtigsten Inhalte der Themenschwerpunkte zusammengefasst, so dass alle Besucher der Tagung die Möglichkeit haben, die Inhalte auch der von ihnen nicht besuchten Vorträge kennenzulernen. Diese Themen dann auch noch in einen Kontext zu setzen und miteinander zu verbinden, wird eine der spannenden Aufgaben dieser (Zwischen)Abschlusssession.
     

Stetig haben wir seit 2014 das Rahmenprogramm zur Tagung erweitert und mit Formaten wie der allbuyone Konferenzparty, dem Professionals Meeting für Absolventen unserer beliebtesten Kursreihe oder dem eps Innovationsforum für die deutschsprachige Branche einzigartige Plattformen geschaffen, auf denen man vor, zwischen und nach den Fachvorträgen das eigene Netzwerk pflegen und erweitern kann. Klar, dass all diese Formate auch 2018 wieder stattfinden werden. Die technische Arenaführung werden wir nach dem Erfolg des letzten Jahres mehrfach anbieten und so hoffentlich die Warteliste aus dem letzten Jahr erfolgreich abarbeiten. Mit einer neuen “Coffee-Lounge” schaffen wir für alle, die zwischen den Vorträgen doch mal arbeiten müssen ein professionelles aber bequemes Umfeld und ermöglichen hier unseren Teilnehmern, Termine untereinander vereinbaren und durchführen zu können.

18.00 Uhr Zukunftsthemen der Veranstaltungssicherheit: Der VFSG e.V. lädt zum Austausch ein

Treffpunkt:
Inhalt: Der VFSG e.V. – Verein zur Förderung der Sicherheit von Großveranstaltungen wurde 2017 von Vertretern aus Wissenschaft sowie (Veranstaltungs-) Praxis gegründet. Der Verein greift unter anderem die Ergebnisse des Projektes BaSiGo – Bausteine für die Sicherheit von Großveranstaltungen auf und führt diese und andere relevante Wissensinhalte zur Veranstaltungssicherheit in einer zukunftsfähigen Form weiter.

Ziel des Vereins ist es, Aktivitäten im Kontext der Sicherheit von Großveranstaltungen zu unterstützen, miteinander zu vernetzen und auf neutraler Ebene weiterzuentwicklen.

Im Rahmen der Fachtagung wird sich der Verein innerhalb eines Workshops insbesondere noch einmal mit der Frage auseinandersetzen, welches die relevanten Themen sind, die bearbeitet werden sollen – hierzu sind sowohl Mitglieder des Vereins unabhängig von einem Besuch der Tagung als auch Besucher der Tagung, die (noch) nicht Mitglieder des Vereins sind, eingeladen.

Ziel ist, Themen so zu sammeln und zu strukturieren, dass zeitnah erste Arbeitsgruppen ihre Arbeit aufnehmen können – es bietet sich also für alle Beteiligten die Chance, über Themenvorschläge oder aktive Mitarbeit unmittelbar mitwirken zu können.

Teilnehmer, des Workshops, die nicht bei der Fachtagung angemeldet sind, melden sich bitte Empfang und bekommen dort den Zugang zum Workshop.


18.00 Uhr Arenaführung

Treffpunkt: Foyer // nur mit vorheriger Anmeldung
Referent: (Barclaycard Arena)
Inhalt: Die technische Arenaführung gewährt einen Blick hinter die Kulissen einer Veranstaltungsstätte für knapp 16.000 Personen. Dabei liegt der Schwerpunkt der Führung auf der Gestaltung der Einlässe und den Besonderheiten, die aus der Vollausstattung mit Detektoren resultieren. Dabei soll es nicht nur um die technischen Details gehen, sondern insbesondere auch um die organisatorischen Anforderungen, die aus dieser speziellen Kontrollsituation resultieren. Die Barclaycard Arena hat seit August 2016 sämtliche Eingänge mit Detektoren ausgestattet und gehört damit zu den wenigen Arenen in Deutschland, die über ein vollständiges Detektionssystem an allen Einlässen verfügt.

18.00 Uhr Training mit tragbaren Feuerlöschern und Wandhydranten

Treffpunkt:
Referent: Jörg Reimers ()
Inhalt: Die Berufsgenossenschaften und der Gesetzgeber schreiben eine Ausbildung Ihrer Mitarbeiter an Feuerlöschgeräten vor. Dieses ist in den einschlägigen Vorschriften fixiert, wie der ASR A 2.2

„Der Arbeitgeber hat die Beschäftigten…mindestens einmal jährlich zu unterweisen.“ „Der Unternehmer hat eine ausreichende Anzahl von Versicherten durch Unterweisung und Übung im Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen zur Bekämpfung von Entstehungsbränden vertraut zu machen.”

Diese Vorschriften gelten natürlich auch für die Mitarbeiter bei Veranstaltungen jeglicher Art. Eine zentrale Frage ist hier, wie bekomme ich die Mitarbeiter bedarfsgerecht geschult, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen, ohne die Mitarbeiter mit längeren Abwesenheitszeiten zu Schulungsorten zu schicken. Dieses kann durch professionelle Dozenten mit mobilen Löschtrainern am Veranstaltungsort sichergestellt werden. Hierdurch werden die Kosten sowie der Zeitansatz minimiert.
In Veranstaltungsstätten mit Wandhydranten als Selbsthilfeeinrichtungen müssen die Mitarbeiter nicht nur an tragbaren Feuerlöscher ausgebildet werden, sondern auch an den Wandhydranten.

Interessierte Teilnehmer*innen erhalten hier Einblick in beide Löschsysteme und erhalten die Möglichkeit, einen tragbaren Feuerlöscher sowie einen Wandhydranten zum Löschen eines Feuers einzusetzen. Weiterhin werden die Möglichkeiten und Grenzen dieser Löscheinrichtungen erläutert.


19.30 Uhr allbuyone Konferenzparty

Raum: Innenraum
Inhalt: Mit der Tagung möchten wir auch eine Plattform für den Austausch, für Diskussionen und fürs Netzwerken bieten. Die Konferenzparty ist wie im letzten Jahr in der Tagungspauschale enthalten und steht damit allen Teilnehmern der Tagung offen. Am ersten Abend der Tagung laden wir Sie gemeinsam mit unserem Partner allbuyone zum entspannten Austausch in den Innenraum der Barclaycard Arena ein. Lernen Sie bei Fingerfood, einem Bier an der Theke oder Longdrinks an der Cocktailbar in angenehmer Atmosphäre Ihre Branchenkollegen besser kennen und tauschen Sie interessante Informationen und Eindrücke vom ersten Veranstaltungstag und Ihrem Berufsalltag aus.

 

 
Mittwoch, den 21. November 2018

Hierbei handelt es sich um einen Themenstrang, in dem wir uns von der reinen Veranstaltungswelt entfernen und auf öffentliche Plätze, Bahnhöfe etc. schauen oder einen Blick auf Konzerne und ihr Verständnis von Sicherheit werfen.

10.15 Uhr The group psychology of mass emergencies – and how to manage it

Raumfarbe:
Referent: John Drury (University of Sussex)
Inhalt:In this presentation, I will do three things. First, I will provide an introduction to basic principles of modern group psychology – the social identity approach. Second, I will describe examples of research on mass emergencies, as well as potentially dangerous crowd events that avoided disaster, to show the relevance of this group psychology. These will include the London bombings, chemical incidents, the Hajj, and the Big Beach Boutique II, one of the most famous near-disasters in the events industry. The examples illustrate the role of shared social identity in influencing orderly behaviour and social support. Third, I will draw out from this research a set of principles and recommendations that crowd safety managers can use to enhance safety at their events, focusing principally on communication strategies.
We are often told that crowds are bad for us. Popular ideas like ‘just following the crowd’ and ‘mass panic’ suggest that in crowd events people become unthinking or even out of control. By contrast, this presentation will show that group psychology, based on the social identity approach, can contribute to safer events.

11.30 Uhr Mythen der Räumung und Evakuierung – Psychologische Aspekte von Menschen in Ausnahmesituationen

Raumfarbe:
Referent: Dr. Laura Künzer (Team HF)
Inhalt: Eine Räumung oder Evakuierung stellt für alle betroffenen Menschen eine Ausnahmesituation dar. In der wissenschaftlichen Literatur, aber auch unter Praktikern, werden in diesem Kontext immer wieder Annahmen zum Verhalten und Reaktionen von Menschen gemacht. Einige dieser Annahmen müssen jedoch als Mythen der Räumung und Evakuierungen betrachtet werden. Diese Mythen entstammen falschen Auffassungen, fehlender Erfahrung und Fehlinterpretationen. Dass diese Mythen oft nicht als solche erkannt werden, stellt in der Praxis ein zusätzliches Problem dar.
In diesem Vortrag werden einige Mythen über das Verhalten und Reaktionen von Menschen vorgestellt und anhand Erkenntnissen aus der psychologischen Forschung widerlegt. Zusätzlich werden die Mythen aus Sicht der Veranstaltungspraxis und mögliche Empfehlungen für die Praxis diskutiert.

13.30 Uhr Audience Empowerment – Be safe be safety: Publikumsbeteiligung in Zeiten erhöhten Veranstaltungsschutzes

Raumfarbe:
Referent: Daniel Brunsch (Universität zu Köln)
Inhalt: In England laufen zurzeit 700 aktive Verfahren zur Verfolgung terroristischer Straftaten und auch in Deutschland spricht das Bundesamt für Verfassungsschutz 2018 weiterhin von einer unverändert hohen Gefährdungslage – und während unter diesen Bedingungen die Sicherheitsausgaben für Veranstaltende als auch für ihr Publikum stetig wachsen, stellt sich immer wieder die Frage:

„Ist es zur Steigerung der Veranstaltungssicherheit notwendig, mehr Geld in externe Dienstleistende zu investieren (z.B. Veranstaltungsordnungsdienste), oder können/wollen Besuchende selbst zu einer Erhöhung der Sicherheit beitragen?“

Zur Klärung dieser Frage beschäftigen wir uns in diesem interaktiven Vortrag mit potentiellen Verbesserungen, die sich durch die Kooperation zwischen Veranstaltenden und ihrem Publikum ergeben. Hierbei werden sowohl aktuelle Forschungsprojekte (Veranstalter- & Publikumsumfragen) als auch neue Praxiskonzepte (z.B. European Safety Licence) beleuchtet.


 

Wenn wir nicht wissen, wie „unser Besucher“ funktioniert, wird es schwierig, für seine Sicherheit zu planen Warum also macht der Mensch, was er macht? Wie können wir ihn beeinflussen und welchem Fehlglauben sitzen wir regelmäßig auf?

10.15 Uhr Möglichkeiten der Steuerung großer Menschenmengen

Raumfarbe:
Referent: Katharina Steinberg (FIFA)
Inhalt: Es sind nicht immer nur die großen Veranstaltungen, die uns Probleme bereiten – im Gegenteil: es sind immer wieder die (eskalierten) Autogrammstunden, die Shoperöffnungen, die Zeiten rund um die „Hauptveranstaltung“, die zum Teil eklatante Schwächen in der Planung und Durchführung aufzeigen – oftmals mit der tristen Erkenntnis, dass eine wirkliche „Planung“ gar nicht existiert.
Kommen dann noch die Unsicherheiten, die sich aus unklaren Besucherzahlen oder für uns kaum greifbaren Kommunikationswegen innerhalb von z.B. Fangruppierungen ergeben, wird schnell klar, dass hier ein Potential für Herausforderungen aber auch Lösungen existiert, das adressiert werden muss. Das Gleiche gilt für – aus welchem Grund auch immer – plötzlich oder sich langsam steigernde Attraktionen : „Auf einmal“ kommen nicht mehr die üblichen 200, sondern 2000 – und „ganz plötzlich“ ist es zu voll …
Katharina Steinberg hat im Laufe Ihrer langjährigen Expertentätigkeit viele dieser Herausforderungen angenommen und wird in ihrem Vortrag insbesondere Möglichkeiten zur Prävention von und auch im Umgang mit solchen Situationen aufzeigen.


11.30 Uhr Necessary Safety Aspects for Crowded Spaces – Professor Chris Kemp

Raumfarbe:
Referent: Chris Kemp (Mind over Matter Consultancy)
Inhalt: The management of crowded space is fundamentally underpinned by the understanding of the space and its idiosyncrasies. By providing an initial safe and secure environment one is creating an area within which to manage and control the crowd. As such the planning, management and control of those in such areas should be an easy task.

There are challenges to these assumptions, as under normal conditions we are often provided with spaces which no longer facilitate the safe movement of people owing to a range of elements including but not exclusive to archaic and outdated footprints, poor planning, a preponderance to drive too many people into too small a space and the use of space for events and everyday usage which they were never meant for.

In this session we will firstly focus on the key problems and then provide possible solutions to everyday space management issues. Secondly, discover through research the proximate and distal causes of the challenges and thirdly, provide a toolbox which will support the delivery of safe spaces for public usage.


13.30 Uhr Sicherheit 2020 – Wo soll das alles enden (Panel Diskussion) Teil I & II

Raumfarbe:
Diskutanten: Enno Treumann (Polizei Hamburg – Leiter Region Mitte PK14), Dr. Frank Mücke (comed GmbH), Martin Houbé (Special Security Services), Dr. Patricia Schütte (Bergische Universität Wuppertal)
Inhalt: Aktuell findet man sie überall: die Strategiepapiere 2020. Lässt man die Frage beiseite, ob eine so zersplitterte Branche wie die Veranstaltungswelt überhaupt in der Lage ist, eine tatsächliche Strategie zu entwickeln, bleiben aber dennoch eine Reihe interessanter Einzelfragen übrig, die geklärt werden können / sollten / müssten.
Wir wird sich Sicherheit 2020 für Menschenmengen darstellen – auf Veranstaltungen? An Bahnhöfen? Werden wir eine höhere Polizeipräsenz sehen? Oder gar keine Polizei mehr? Werden wir für Polizeieinsätze zahlen müssen?
Welchen Stellenwert werden die neuen technischen / digitalen Möglichkeiten haben? Gesichtserkennung und Körperscan bald überall?
Werden wir uns – nach dem obligatorischen Aufschrei – daran gewöhnen? So wie an das Rauchverbot, das doch nicht der Untergang der Freizeitkultur war? Was werden wir akzeptieren, wo werden wir Grenzen setzen?
Und welchen Stellenwert bekommt die Ausbildung? Werden wir es schaffen, eine tatsächliche angepasste Qualifizierung für den Sicherheitsdienst und den Ordnungsdienst zu schaffen oder werden wir auch 2020 noch da stehen und uns fragen, wie es eigentlich sein kann, dass die Sicherheit von Veranstaltungen in den Händen schlecht bezahlter, nicht adäquat ausgebildeter Minijobber liegt?
Wird es eine Ausbildung zum Veranstalter geben? Oder gar ein Veranstaltungsgesetz?
Es bleibt auf jeden Fall spannend und wir tun gut daran, die für uns wichtigen Fragen aktiv zu adressieren, möchten wir nicht zum Spielball anderer „Strategen“ mit anderen Interessen werden.


 

Nach dem großen Zuspruch im letzten Jahr nehmen wir den Themenstrang „Sicherheit und Recht“ als festes Element in unseren Tagungskalender auf. Auch in diesem Jahr präsentieren wir Sprecher und Themen zu aktuellen Fragestellungen und Herausforderungen. Rechtsanwalt Volker Löhr beleuchtet das Themenfeld „Delegation und Verantwortlichkeiten“ mit dem Hintergrund, ob, wie und was überhaupt delegiert werden kann und welche Verantwortlichkeiten für die Beteiligten daraus erwachsen (können). Doro Blome-Müller begleitet in einem Autoren-Team des WDR als Bloggerin den Loverparade-Prozess und wird hierzu auch bei uns in Hamburg dazu berichten und diskutieren. Nachdem bei verschiedenen Anlässen in jüngster Vergangenheit von Mal zu Mal veranstaltungsrechtliche oder aber versammlungsrechtliche Argumente für ein Verbot, eine Beauflagung oder Zulassung herangezogen wurden, wird Christian K. Petersen, geschäftsführender wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lorenz-von-Stein-Institut für Verwaltungswissenschaften dieses hochinteressante Spannungsfeld zwischen Versammlungsfreiheit, Polizei und Baurecht im weitesten Sinn beleuchten. Und noch immer ist der Ruf nach umfangreicher und klarer rechtlicher Regelungen aus den Reihen der Praktiker unüberhörbar – wir nehmen dies zum Anlass, mit dem Impuls „Rechtsquellenshopping“ unsere Experten-Runde „Sie fragen – wir (versuchen zu) antworten“ zu eröffnen.

10.15 Uhr Delegation vs. Verantwortlichkeiten

Raumfarbe:
Referent: RA Volker Löhr ((kanzleiLöhr)
Inhalt: Das Thema ist weder neu noch innovativ – aber ein Dauerbrenner der „rechtlichen Fragestellungen“. „Was wurde übertragen?“, „Welche Pflichten?“ und vor allem auch „Welche Rechte?“. Welche Anforderungen bestehen hinsichtlich der qualifizierten Übertragung und welche formellen Erfordernisse bestehen? An wen kann und darf überhaupt übertragen werden? Und welche Verantwortung und welche Pflichten bleiben beim Übertragenden auch nach einer Übertragung weiter bestehen?


11.30 Uhr Versammlung vs. Veranstaltungen

Raumfarbe:
Referent: Christian Petersen (Lorenz-von-Stein-Institut der CAU Kiel)
Inhalt: Nicht immer sind die Rechtsgrundlagen für Genehmigungen und Verbote von Veranstaltungen eindeutig greifbar. Schon gar nicht, wenn aus Konzerten Kundgebungen oder aus Veranstaltungen Demonstrationen werden. Bei verschiedenen „Events“ wurden in jüngster Vergangenheit von Mal zu Mal veranstaltungsrechtliche oder aber versammlungsrechtliche Argumente für ein Verbot, eine Beauflagung oder Zulassung herangezogen. Dabei bleiben die exakten rechtlichen Begründungen oft unklar. Christian K. Petersen vom Lorenz-von-Stein-Institut für Verwaltungswissenschaften wird dieses hochinteressante Spannungsfeld zwischen Versammlungsfreiheit, Polizei- und Baurecht im weitesten Sinn beleuchten. Das Lorenz-von-Stein-Institut hat seinen Schwerpunkt in der Forschung und Lehre sowohl in den traditionellen Disziplinen Landes- und Kommunalrecht und Finanzwissenschaften aber auch in den „Neuen Verwaltungswissenschaften“.

13.30 Uhr Ein Überblick: Der Loveparade-Prozess – was bisher geschah

Raumfarbe:
Referent: Doro Blome-Müller (Freie Journalistin), RA Thorsten Storp (Urwantschky Dangel Borst Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB)
Inhalt: Noch immer lässt die Loveparade-Katastrophe unzählige Fragen offen. Im Loveparade-Prozess soll im Strafverfahren eine juristisch-strafrechtliche Aufarbeitung erfolgen und vielleicht werden dort auch Erklärungen gefunden. Ganz bewusst wollen wir einer gerichtlichen juristischen Bewertung aber nicht vorgreifen, sondern interessieren uns für das, was im Verfahren bisher geschah.
Doro Blome-Müller begleitet das Verfahren in einem Autoren-Team für den WDR seit dem ersten Verhandlungstag und hat wie sonst kaum jemand Anteil am vergangenen und aktuellen Prozessgeschehen. Ihr Erlebtes ist Teil eines spannenden Berichts aus journalistischer Perspektive und einer anschließenden Diskussion.



14.45 Uhr Es kommt ganz drauf an: Sie fragen, wir versuchen zu Antworten

Raumfarbe:
Diskutanten: Volker Löhr ((kanzleiLöhr), Christian K. Petersen (Lorenz-von-Stein-Institut der CAU Kiel), Daniel Schlatter (Schlatter & Zahl) & RA Thorsten Storp (Urwantschky Dangel Borst Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB)
Inhalt: Die Experten stellen sich auf dem Podium den Fragen des Plenums. Antworten werden gegeben. RICHTIG und FALSCH bleiben allerdings oft auch hier eine Illusion der Beteiligten…Diskutieren Sie mit.

 

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