Umweltworkshop auf dem Øya Festival

Am vergangenen Wochenende trafen sich in Oslo (NO) auf dem Øya Festival Abgesandte von Festivals und Organisationen zum GO Group Workshop “A field trip to Øya”. Mit dabei war IBIT Geschäftsführerin Sabine Funk, weshalb wir in Form der übersetzten Pressemitteilung des Øya Festivals vom Treffen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit auf Festivals berichten.

Während Das Øyapublikum sich mit guter Musik die Zeit vertrieb, versammelte das Festival Repräsentanten einer ganzen Reihe europäischer Musikfestivals, um über das Thema Umwelt zu sprechen.

Gemeinsam mit dem europäischen Festivalnetzwerk GO Group und dem norwegischen Rockverband („Norsk Rockforbund“) lud das Øya Festival zu einem internationalen Umweltworkshop ein, der auf dem Festivalgelände abgehalten wurde. Für die zweitägige Veranstaltung kamen rund 30 Vertreter von Festivals, Organisationen, Bildungseinrichtungen und aus der Wirtschaft zusammen.

Unter den Teilnehmern waren neben der für die  GO Group anwesenden IBIT Geschäftsführerin Sabine Funk auch Repräsentanten vom Roskilde Festival (DK), North Side (DK), Boomtown (BE), Mysteryland (NL) und weiteren Festivals vor Ort. All diese Festivals haben sich das Thema Umwelt auf den täglichen Plan geschrieben und wünschen sich, zukünftig ihren Fußabdruck in diesem Bereich zu reduzieren.

„Wie alle anderen Akteure dieses Treffens haben auch Musikfestivals die Pflicht, mit gutem Beispiel voran zu gehen und die eigene Auswirkung auf die Umwelt zu senken. Das Øya Festival ist bereits seit 10 Jahren aktiv am Umweltschutz beteiligt und teilt gerne die in der Zeit gewonnene Erfahrung und Kompetenz“, sagt Julie Forchhammer, Umweltbeauftragte des Øya Festivals.

Verhaltensänderung unter den Zuschauern

Das Øya Festival ist aktiver Part der europäischen GO Group-Initiative, die daran arbeitet, dass Musikfestivals umweltfreundlicher werden. In Seminaren und Workshops werden unterschiedliche Umweltaspekte diskutiert und Erfahrungen zwischen den Teilnehmern ausgetauscht.

„Musikfestivals haben eine begrenzte Dauer, so dass die wichtigste Umweltinvestition das Publikum ist, das hoffentlich nach dem Festival mit neuen Eindrücken und Gedanken heimkehrt, wie man umweltfreundlicher leben kann“ sagt Forchhammer

Hohes Workshop-Niveau

Die Teilnehmer des Workshops bekamen Beiträge von hoher Qualität zu hören. Der Senior-Berater von CICERO, Christian Bjørnæs trug vor, wie das Klimaproblem in Richtung unterschiedlicher Zielgruppen kommuniziert werden könnte und wie passende Strategien dafür entwickelt werden könnten.

Paal Fure, CEO von Aegis Media, hielt einen Vortrag über neue Trends und Einstellungen unter den Verbrauchern, auf die man bei der Kommunikation Rücksicht nehmen müsse, wenn man nachhaltig deren Haltung zur Umwelt verändern wolle.

Christian Klöckner, Professor der Sozialpsychologie an der NTNU, gab ebenfalls Tipps dazu, wie Festivals beitragen könnten, das Verhalten der Besucher dauerhaft zu verändern.

Teresa Moore von der Bucks New University, die im Bereich von nachhaltigen Veranstaltungen arbeitet, präsentierte neue Ergebnisse einer internationalen Umfrage zur Haltung des Publikums gegenüber Umweltmaßnahmen auf und von Musikfestivals.

Kommunikationsberater bei GreeNudge, Benedicte Eie, präsentierte die Ergebnisse der eigenen Projekte, deren Fokus darauf liegen, Menschen Stück für Stück in eine umweltfreundlichere Denkweise zu stupsen.

Auf dem Bild v.l.n.r.: Anne Jensen (NorthSide), Freja Marie Frederiksen, Christina Bilde (Roskilde Festival), Marit Flinder Johannessen (Zero), Mariann Skjerdal (Norsk Rockforbund), Louise Winnes (Miniøya), Teresa Moore (Bucks New University), Claire O’Neill (A Greener Festival), Martine Larsen Rygh (Miniøya), Julie Forchhammer, Håvard Lundberg (Øya), Lyke Poortvliet (Mysteryland), Fredrik Eive Refsli (Hovefestivalen), Sabine Funk (GO Group, IBIT GmbH), Elina Levula (City of Helsinki Environment Centre), Anne Helle Bjørnødegård (Vinjerock), Marte Pettersen (Økofestivalen), Sofie Torlei Olsen og Pernille Olafsen (Ekstremsportveko).

On August 15th, 2013, posted in: News by Tags: , ,