Das ist passiert: Erstmals legal Pyrotechnik im Profifußball gezündet

Die Diskussion um das Abbrennen von Pyrotechnik in Fußballstadien ist eine ewige. Am vergangenen Wochenende kam es aber zu einem Novum im deutschen Profifußball, von dem sich einige Parteien sicher einen Fortschritt erhoffen: Beim Zweitligaspiel zwischen dem Hamburger SV und dem Karlsruher SC wurden vor Anpfiff 10 Rauchtöpfe kontrolliert und mit Ausnahmegenehmigung sowohl durch Behörden als auch durch den DFB abgebrannt. Die DFB-Kommission „Prävention & Sicherheit & Fußballkultur“ gab damit einem Antrag des HSV statt. So zündeten 10 Personen aus der Fanszene der Hamburger unter Aufsicht von Ordnern und einem Pyrotechniker außerhalb der Zuschauerbereiche und begleitet von einer Choreographie die Rauchtöpfe. Während sich der Fanbeauftragte des HSV nach der reibungslos verlaufenen Aktion positiv äußerte, gab es sowohl im Vorfeld als auch in der Nachbereitung auch kritische Stimmen. Die Gewerkschaft der Polizei warnte beispielsweise davor, dass andere Ultragruppierungen sich durch legalisierten Pyrotechnikeinsatz provoziert fühlen und aus Protest vermehrt illegal zünden könnten.

Ein kleiner Blick über den Tellerrand: Der dänische Hauptstadtklub Bröndby IF hatte im vergangenen Dezember erstmals die selbst mitentwickelte „kalte“ Pyrotechnik im großen Stil für eine Choreographie genehmigen lassen. Diese Fackeln erhitzen nicht so hoch wie herkömmliche bengalische Feuer und sollen zukünftig eine genehmigungsfähige Alternative darstellen, fielen in Deutschland aber durch die Prüfung, da auch sie weiterhin Risiken bergen.

Einige Quellen und Statements zum Pyrotechnikeinsatz in Hamburg sowie zum aktuellen Stand in Dänemark finden Sie in unserem Facebook-Beitrag zum Thema.

On Februar 11th, 2020, posted in: News by