Aufnahme des Kursprogrammes in 2021

Eigentlich hatten wir ja gehofft, im Januar wieder (im Rahmen des Möglichen) durchstarten zu können – können wir auch… und auch nicht… zumindest nicht überall…
Das IBIT wäre nicht das IBIT, wenn wir nicht jede Herausforderung annehmen würden, aber – und ich denke, das darf man wohl sagen: wir sind auch ordentlich genervt.
Seminare in Bonn dürfen nicht stattfinden – wir haben bis Ende Februar daher für den Bonner Schulungsraum alles abgesagt, weil natürlich auch kaum jemand unter den aktuellen Unsicherheitsbedingungen bucht.
Seminare in Hamburg fanden / finden und werden wohl auch in Zukunft stattfinden können – nicht etwa, weil unsere Sicherheitsvorkehrungen in Hamburg so viel besser wären als in Bonn, sondern, “weil es halt so ist”. Die föderale Struktur war im Rahmen der Sicherheitsplanung immer schon eine Herausforderung: nur, weil etwas in einem Bundesland gut funktioniert, bedeutete es noch nicht, dass es in einem anderen Bundesland auch genehmigungsfähig ist- was letztendlich den Austausch und auch das Finden von Standards konterkariert. Soweit also tristes Tagesgeschäft.
Was nun dazu kommt, ist eine moralische Frage: Ist es vertretbar, in der aktuellen Lage Seminare und damit einen “Anlass” anzubieten, sich zu bewegen, andere Menschen zu treffen etc. ? Neben der (durchaus bedauerlichen) Tatsache, dass nur, weil wir etwas anbieten, das Angebot nicht zwangsläufig auch gebucht wird, sind wir grundsätzlich aber absolut davon überzeugt, dass sich ein Zusammentreffen von Menschen incl. der damit zusammenhängenden Bewegungen gut, sicher und verantwortungsvoll organisieren lässt – und dass wir helfen können, dies noch zu verbessern.
Spannend für uns ist dabei allerdings noch eine andere Tatsache: wir haben ja die ganze Zeit über unser Seminarangebot so gut wie möglich aufrecht gehalten – mit verminderten Personenzahlen höherem Aufwand etc. – der tatsächliche Gewinn im Vergleich zum Umsatz war überschaubar, das IBIT hat das Jahr “irgendwie überstanden”. Genau dieser Umsatz hat aber dazu geführt, dass wir keine Förderung oder sonstige Unterstützung erhalten: hätten wir einfach keine Seminare durchgeführt, könnten wir uns jetzt einfach zurücklehnen und ausgiebig eine Förderung basierend auf dem Umsatz unseres “Fachtagungsmonats” feiern. Das ist kein schönes Gefühl – echt nicht. Wir hoffen dennoch, dass wir irgendwann auf diese Zeit zurückblicken und stolz sind. Nicht nur, dass wir es geschafft haben, sondern dass wir auf diesem Weg auch noch anderen haben helfen können, Dinge besser zu machen.
Zu sagen, dass es gerade einfach ist, wäre übertrieben – aber naja : wir sind das IBIT und wir stellen uns den Herausforderungen einfach so gut, wie wir das können.

On Januar 7th, 2021, posted in: News by