IBIT Newsletter April 2014

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Liebe Newsletterabonnenten,

Da wir den Februar und den Märzanfang größtenteils mir der Kursvorbereitung, bzw. –durchführung zugebracht haben und auch sonst an vielen Projekten sowie der Etablierung neuer Forschungsvorhaben gearbeitet haben, präsentieren wir unseren aktuellen Newsletter erst jetzt – dafür aber etwas umfangreicher. Im Newsletter findet sich neben unserem obligatorischen Rückblick auf einige für uns interessante Geschehnisse der letzten Monate, ein kleiner Überblick über die Sicherheit bei Amerikas größtem Sportereignis, dem Superbowl, eine Meinung zur Pressekonferenz zur Anklageerhebung zur Loveparade sowie eine neue Rubrik „Neues aus Forschung und Praxis“.

Wir wünschen viel Spaß bei unserem Newsletter,

das IBIT Team.


Das ist passiert

 Auf unserer Facebook-Seite veröffentlichen und kommentieren wir lageabhängig aktuelle Ereignisse die für unser Tätigkeitsfeld von Interesse sind. Für Newsletter-Abonnenten, die  noch nicht „Fan“ unserer Seite sind, fassen wir diese Ereignisse noch einmal zusammen, laden aber auch gerne ein, unsere Seite zu „liken“.

U-Bahnen und Bahnstationen

Am IBIT beschäftigen wir uns neben (Groß-)Veranstaltungen grundsätzlich mit allen Orten, an denen große Menschen-Ansammlungen vorkommen. Verkehrsknotenpunkte wie U-Bahn-Stationen gehören natürlich auch dazu, – nicht nur, weil hier die gleichen Anforderungen an die Lenkung, Information und Organisation der Menschen gestellt werden müssen, sondern weil im komplexen Einsatzmanagement bei Schadenfällen wie z.B. Bränden ein interorganisationales Zusammenspiel aller Beteiligten notwendig ist, um die Sicherheit der Beteiligten zu gewährleisten.

Köln, U-Bahn-Ausfall und Evakuierung der Tunnel

Am 31.01. fielen in Köln die U-Bahnen wegen eines Oberleitungsschadens aus. Feststeckende Züge mussten per Notstrom aus den Tunneln gefahren werden, damit alle Fahrgäste ordnungsgemäß geräumt werden konnten. “Fehlende Information” wurde von vielen Fahrgästen beklagt – was (wieder einmal) bestätigt, wie wichtig es gerade in Notfallsituationen ist, die Information an Besucher, bzw. Betroffene nicht zu vernachlässigen – sowohl um ungewolltes Verhalten zu verhindern als auch, um wichtige Ressourcen zu mobilisieren.

www.ksta.de/koeln/-kvb-chaos-sicherheit-geht-vor-schnelligkeit,15187530,26137766.html

Berlin, Brandvorfall in einer U-Bahn am Alexanderplatz

In der Nähe des Alexanderplatzes in Berlin Mitte stoppte in der Nacht vom 20. auf den 21.02. kurz nach 23 Uhr der Zug der Linie U8 zwischen den Stationen Jannowitzbrücke und Alexanderplatz, nachdem ein Defekt am Stromabnehmer des Zuges die Bildung von Rauch verursacht hatte. Ein Fahrgast hatte daraufhin die Notbremse betätigt. Das Krisenmanagement als auch die Evakuierung der 150 Personen am Berliner Alexanderplatz scheint gemäß Medienberichten problemlos funktioniert zu haben. Weitere Infos finden sich hier:

www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article125066323/Feuerwehr-evakuiert-am-Alex-U-Bahn-mit-150-Menschen.html

London (GB), Streik: „Overcrowding“ an vielen Londoner Bahnstationen

Am 04.02. hat ein Streik in der Londoner U-Bahn zu unschönen (und offensichtlich durchaus auch gefährlichen) Situationen an verschiedenen U-Bahn Stationen geführt:

www.lbc.co.uk/in-photos-tube-strike-travel-chaos-in-london-85561/view/31181

Autogrammstunden/Auftritte

„Fanhysterie“ und „Massenpanik“ bei Autogrammstunden und Auftritten

Zitat: “5 verletzte Fans und 2 Superstars, die sich auf ein Kassenhäuschen flüchteten”. Bei solchen Ereignissen wie der am 14.03.2014 in Stuttgart eskalierten Situation rund um einige DSDS Kandidaten stellt sich auch immer die Frage, wie sehr wir unser Publikum eigentlich trotz noch so genauer Vorplanung vor sich selbst schützen können, müssen und wollen. Bereits Ende Februar witterte die Presse wieder eine „Massenpanik“, als eine Autogrammstunde zweier YouTube-Sternchen nahe des Kölner Doms abgebrochen werden musste. Interessant ist hier, dass es „nur“ 500 Besucherinnen waren, die dafür sorgten, dass die Polizei die Veranstaltung abbrechen musste. Im Gedränge waren laut Medienberichten einige der 12-16 jährigen Mädchen zusammengebrochen.

www.ksta.de/innenstadt/–bibibeautypalace–und–dagi-bee–maedchen-brechen-zusammen,15187556,26315546.html

www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.verletzte-auf-dem-schlossplatz-dsds-kandidaten-sorgen-fuer-fanhysterie-in-stuttgart.063620a5-296c-4769-8d9d-fbc6c764cf6f.html

Veranstaltungen

Belfast (Nordirland), Absage eines Konzerts nach alkohol- und drogenbedingten Zwischenfällen

Nachdem bei einem DJ Gig in Belfast eine große Anzahl an Personen wegen Alkohol- & Drogenkonsums behandelt werden mussten, hat die Polizei eine geplante Show in Edinburgh “aus Sicherheitsbedenken” kurzfristig abgesagt. Diese Entscheidung wurde vielfach kritisiert, da das Ausschalten eines Risikos durch die Absage der Veranstaltung sicherlich immer nur eine allerletzte Konsequenz sein kann, wenn andere Maßnahmen nicht mehr zielführend sind.

www.bbc.co.uk/news/uk-northern-ireland-26077478

www.sundaypost.com/news-views/scotland/police-state-claims-after-gig-is-called-off-1.211773

Solothurn (CH), 28-jähriger in der Schweiz beim Stagediven tödlich verunglückt

Auf einer Hardcore-Show in der Schweiz kam es zu einem Todesfall, als ein 28-jähriger von der Bühne in die Menge sprang und offensichtlich nicht ausreichend aufgefangen werden konnte.

www.20min.ch/schweiz/bern/story/28-Jaehriger-stirbt-nach-Sturz-beim-Stagediving-29671201

Austin, Texas – Auto rast in Menschenmenge

Im Rahmen des SXSW (South by Southwest) Festivals in Austin, Texas kam es zu 23 teils schwer Verletzten und 2 Todesfällen, als ein Autofahrer in eine vor einem Nachtclub stehende Gruppe Menschen fuhr. Als der höchstwahrscheinlich betrunkene oder unter Betäubungsmitteln stehende Fahrer von der Polizei angehalten werden sollte, weil er in falscher Richtung durch eine Einbahnstraße fuhr, flüchtete er, durchbrach mit dem Wagen eine Absperrung und erfasste kurze Zeit später die Menschengruppe.

www.welt.de/vermischtes/article125758455/Auto-rast-in-Menschenmenge-bei-SXSW-Festival-Texas.html

www.edition.cnn.com/2014/03/13/us/texas-sxsw-crash/index.html

Bühneneinstürze:

Nord-London (GB), Bühneneinsturz

Drei Zuschauer und ein Akteur wurden am 18.01. verletzt, als ein Teil eines Bühnensets während einer Akrobaten-Show in den Publikumsbereich stürzte.

www.bbc.co.uk/news/uk-england-london-25792353

Bühneneinsturz in Thailand

Mitte März kam es bei einem Bühneneinsturz in Udon Thani, Thailand zu mindestens 10 Verletzten und einem Todesfall. Die Bühne, die für das MTV EXIT Live Konzert am Samstag aufgebaut wurde, stürzte laut Medienberichten ein, als sich bis zu 20 Arbeiter auf der Bühne befanden. Metallverbindungen sollen sich plötzlich losgelöst und so den Einsturz eingeleitet haben.

www.thaivisa.com/forum/topic/710616-one-killed-10-injured-in-international-concert-stage-collapse-in-thailand/?utm_source=newsletter-20140313-1453&utm_medium=email&utm_campaign=news

Fußball

Lissabon (PRT), Evakuierung des Estádio da Luz wegen herunterfallender Dachteile

Zu einer Evakuierung kam es wegen eines windbedingten Absturzes von Deckenteilen im portugiesischen Estádio da Luz kurz vor dem Stadtderby Benfica gegen Sporting Lissabon. Nachdem Deckenteile in das Innere des Stadions gestürzt waren, wurde die Arena geräumt. Später trugen die bis zu 130 Km/h starken Windstöße auch Metallteile bis auf die inzwischen leeren Ränge.

www.stadiumdb.com/news/2014/02/lisbon_tragedy_averted_after_winds_tear_roof_before_derby_game

Wieder Stehplätze in Englands Stadien?

Während in Deutschland von Seiten der Politik oder der Deutschen Polizeigewerkschaft immer mal wieder die Abschaffung der Stehplätze gefordert wird, sind diese in England seit dem Unglück in Hillsborough (1989) mit 96 Toten und als Konsequenz aus dem das Unglück aufarbeitenden Lord Justice Taylor Report in den oberen beiden Ligen abgeschafft. Doch hier zeichnet sich eine Änderung ab. So traf sich Anfang Februar die englische „Football League“ (Fußballverband der englischen Zweit- Viertligisten), um einstimmig einen Antrag auf Aufweichung der Gesetzgebung zu beantragen und künftig sogenannte „Safe-Standing-Areas“ einzurichten. Die britische Regierung hat bereits zugesagt, über die Installation von derartigen Spezialsitzen zu sprechen, mit deren Hilfe eine Sitzplatztribüne in einen Safe-Standing-Bereich verwandelt werden kann. Die hohen Geländer hinter den Sitzen dienen gleichzeitig als Wellenbrecher – ein System, das in modernen deutschen Stadien bereits zum Einsatz kommt.

Insgesamt 19 von 20 englischen Premier League-Clubs unterstützen die „FSF – Safe Standing Campaign“.

Besonders interessant ist diese Entwicklung, weil parallel hierzu nach dem Ende der Sperrzeit geschützter Dokumente und den sich hieraus ergebenden Erkenntnissen – insbesondere zur Rolle der Polizei –  das Verfahren zum Hillsborough-Unglück 1989 neu aufgerollt wird.

www.theguardian.com/football/2014/feb/07/government-discuss-safe-standing-elite-football

www.stadionwelt.de/sw_stadien/index.php?folder=sites&site=news_detail&news_id=9831

www.bbc.com/sport/0/football/26158044?utm_source=dlvr.it&utm_medium=twitter

www.theguardian.com/football/2014/feb/05/hillsborough-police-chief-fans-drinking-inquest?CMP=twt_gu

Köln, Interview zur Arbeitsrealität beim Ordnungsdienst im Fußball

Im Vorfeld des Heimspiels des 1.FC Köln gegen den SC Paderborn 09.02.2014 stellte eine Mitarbeiterin des Ordnungsdienstes dem WDR ihr Aufgabenfeld vor und während eines Spieltags vor. Unter anderem geht sie darauf ein, warum immer wieder Pyrotechnik ins Stadion gelangen kann. Auch bei diesem Spiel wurde ein Böller gezündet, 7 Personen mussten wegen eines Knalltraumas behandelt werden. In der Zwischenzeit hat der 1.FC Köln Regressforderungen gegen den ermittelten Werfer eingeleitet.

www1.wdr.de/themen/sport/interviewjenny100.html

www.rundschau-online.de/koeln/1–fc-koeln-gegen-sc-paderborn-sieben-verletzte-nach-boellerwurf-im-stadion,15185496,26138856.html

www.fc-koeln.de/news/detailansicht/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7530&cHash=7bfb0cf4738c26ac4217ddef57e50c7b

Sonstiges

Regensburg, Räumung der Donau Arena

Am 07.02.2014 musste die Donau Arena beim Eishockey-Spiel Regensburger EV gegen Erding wegen eines undefinierbaren Geruchs, der bei einigen Besuchern Unwohlsein und Übelkeit hervorgerufen hat, geräumt werden.

www.mittelbayerische.de/sport/eishockey-aus-der-region/nachrichten/artikel/donauarena-loeste-stinkbombe-den-grosseinsatz-aus/1015637/donauarena-loeste-stinkbombe-den-grosseinsatz-aus.html

Abuja, Nigeria – 7 Tote bei Menschenversammlung in einem Stadion

Bei einem Auswahlverfahren für Bewerber auf Arbeitsstellen kam es in einem Stadion in der Nigerianischen Hauptstatt Abuja zu sieben Toten. Laut Medienberichten war im Stadion nur ein Eingang geöffnet. Statt der erwarteten 69.000 Teilnehmer soll rund die doppelte Menschenmenge erschienen sein.

www.zeit.de/news/2014-03/15/nigeria-sieben-tote-bei-massenandrang-von-arbeitssuchenden-in-nigeria-15234408

www.sueddeutsche.de/panorama/tote-bei-massenpanik-in-nigeria-1.1913382

Loveparade 2010

Duisburg, Abschluss der Ermittlungen über die Geschehnisse der Loveparade

Am 12.03.2014 fand die Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft zur Anklageerhebung im Fall Loveparade statt. Wie erwartet hat sie sich extrem bemüht, den Unterschied zu erklären zwischen “moralisch/ politisch” etc. und “strafrechtlich belastbar”. Das bedeutet, dass wie erwartet die Umsetzung des Baurechts eine große Rolle spielt, nicht aber das völlige Versagen bestimmter anderer (organisatorischer) Strukturen. Wie auch immer der Prozess ausgeht – das Urteil wird wohl nicht widerspiegeln, was per gesundem Menschenverstand als “gerecht” empfunden werden würde – Es bleibt nur zu hoffen, dass es zumindest fachlich und sachlich gerecht (und nachvollziehbar) ist – was in Anbetracht der Komplexität der Ereignisse aber auch der dürftigen rechtlichen Grundlagen sicherlich keine einfache Aufgabe ist. Besonders herausfordernd wird sicherlich sein, das Geschehen nicht unter dem Blickwinkel der heutigen “normalen” Sichtweisen zu betrachten, sondern sich noch einmal in die Zeit vor 2010 zurückzuversetzen, in der viele Dinge einfach nicht so selbstverständlich waren, wie sie es jetzt scheinen.

www.rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/loveparade-in-duisburg-staatsanwaltschaft-klagt-zehn-menschen-an-aid-1.4029661

www.derwesten.de/staedte/duisburg/schaller-und-sauerland-sollen-als-zeugen-im-loveparade-verfahren-aussagen-id8982837.html

www.spiegel.de/panorama/justiz/love-parade-katastrophe-staatsanwaltschaft-klagt-zehn-personen-an-a-945187.html

www.haz.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/Wie-die-Loveparade-Katastrophe-auch-vier-Jahre-spaeter-mit-der-Anklage-gegen-10-Verantwortliche-nachwirkt


Neues aus Forschung und Praxis

Pilotausbildungen im Rahmen des Forschungsprojektes BaSiGo

Interdisziplinäre Grundlagenausbildungen an der AKNZ

Vom 10.03. – 15.03.2014 fand an der AKNZ in Bad Neuenahr-Ahrweiler ein 5-tägiger Pilot für eine „interdisziplinäre Grundlagenausbildung“ zum Thema Sicherheit bei (Groß)Veranstaltungen statt. Hintergrund der Ausbildung ist der Gedanke, dass die an der Planung und Durchführung einer Veranstaltung Beteiligten nicht nur über ein gemeinsames Grundlagenwissen verfügen sollten, sondern dass auch das „Miteinander“ ein wichtiger Aspekt ist – der hilft, Ressentiments und Vorurteile abzubauen und Verständnis für die jeweilige Arbeit zu schaffen – und damit die Zusammenarbeit der Beteiligten und damit letztendlich die Organisation der Sicherheit bei Veranstaltung zu verbessern.

Wir freuen uns, dass nicht nur eine Reihe von IBIT-Dozenten dort aktiv werden konnte, sondern dass sich der auch in unseren Schulungen verfolgte Ansatz auch im Rahmen dieser extern evaluierten Pilotausbildung als sinnvoll und von den Teilnehmern als positiv bewertet wurde. Im Mai folgt ein zweiter Durchlauf der Pilotausbildung.

www.bbk.bund.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/BBK/DE/2014/BaSiGo_Pilotprojekt_gestartet.html

Vertiefungsschulungen am IBIT

Ebenfalls im Rahmen des Projektes BaSiGo hat das IBIT in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Projektpartnern Vertiefungskurse zu einigen in der oben beschriebenen Grundlagenausbildung bereits angesprochenen Themen konzipiert.

Nachdem die Kurse intern bereits getestet und evaluiert wurden, werden alle Kurse im Spätsommer / Herbst noch einmal extern getestet und evaluiert. Hierzu können sich Interessenten ab Mai (dann werden auch die konkreten Termine bekannt gegeben) unter pilotschulung@ibit.eu im Rahmen eines Interessensbekundungsverfahrens anmelden. Melden sich mehr Interessenten an, als Teilnehmerplätze zur Verfügung stehen, muss dann leider das Los entscheiden. Die Teilnahme an den Kursen ist natürlich kostenfrei, die Teilnehmer müssen jeweils 2 Fragebogen ausfüllen und werden stichprobenmäßig im Nachgang zum Seminar im Rahmen eines Expertengespräches befragt.

Zu den folgenden Themen wurden Vertiefungskurse konzipiert:

  • Kommunikation
  • Simulation
  • Notfallplanung
  • Crowd Management
  • Crowd Dynamics

Neuer Lehrfilm “Sicher im Einsatz – Sicherheitsdienst bei Großveranstaltungen und Events”

Die Verwaltungsberufsgenossenschaft hat einen neuen Qualifizierungsfilm herausgegeben – unter Mitwirkung unserer Freunde und Kollegen von Special Security Services. Der Lehrfilm beschreibt die regelmäßigen Aufgaben eines Sicherheits- & Ordnungsdienstes bei Veranstaltungen am Beispiel von zwei Großveranstaltungen.

www.vbg.de/SharedDocs/Medien-Center/DE/Video_interaktives_Medium/Quali_Sicher_im_Einsatz_Gro%C3%9Fveranstaltungen_Events_DVD.html?nn=3358


Der Super Bowl 2014 – Sicherheitsmaßnahmen und Zuschauertransport für das größte Sportereignis der USA

Der Super Bowl zählt neben dem jährlichen UEFA Champions League Finale zu einem der größten Sportereignisse der Welt. 82.529 Zuschauer kamen am 02.02.2014 offiziell zum Saisonfinale der NFL in das MetLife Stadium in New Jersey. Allein durch die (inter-)nationale TV-Reichweite und eine große Portion amerikanischen Patriotismus ist die Veranstaltung seit 2002 ein Level1-Hochsicherheitsevent.

„Das Department der Homeland Security (DHS) ist stolz den Staat New Jersey, die National Football League (NFL) und unsere Bundes-, Landes- und Lokalpartner bei der Arbeit , die Super Bowl XLVIII Fans vor, während und nach dem Top-Spiel des Wochenendes zu sichern, unterstützen zu können.“

So beginnt der Text des Bundeskoordinators der Homeland Security, Andrew Mc Lees, in dem er erklärt, welche Bundes-, Landes- und Lokalpartner im Rahmen des Super Bowls zusammenarbeiten. Wie auch in einem (kritischen) Text in „The European“ verdeutlicht wird, wird für das Großereignis der Großraum New York / New Jersey zur von Land, aus dem Wasser und aus der Luft dauerüberwachten Sicherheitszone. So arbeiten 13 föderale Büros, unter anderem die Transportation Security Administration (TSA), die Border Protection-Behörde, die Marine und die staatliche Küstenwache mit Homeland Security zusammen, um ein sicheres Ereignis zu gewährleisten. Dazu kommen noch einmal rund 50 Ämter und Behörden.

Bildschirmabruck Fox4; Quelle

Die „If You See Something, Say Something™” („Wenn Du etwas siehst, sag auch etwas“) Kampagne wurde bereits vor über drei Jahren in Kooperation mit der NFL als öffentliches Aufmerksamkeitsprojekt eingeführt und soll den Super Bowl zusätzlich vor zum Beispiel Terroranschlägen schützen. Im Nachhinein betrachtet scheinen die Sicherungsmaßnahmen gewirkt zu haben, wohingegen in Medien von örtlichen Problemen, besonders beim Einlass, dem An- und Abtransport der Fans berichtet wird.

Bildschirmabruck Fox4; Quelle

SB-Nation berichtet von bis zu 90-minütigen Wartezeiten an New Yorker Bahnstationen in Richtung Met-Life-Stadium, von Überhitzung, die zu Ohnmachten in Warteschlangen geführt haben und einen neuen Tages-Rekord in Sachen Personentransport. 27.000 Personen (die Hälfte soll erwartet worden sein) sollen noch vor 17.00 Uhr transportiert worden sein. Die Anzahl der Parkplätze am Stadion wurde durch Fernsehwagen und temporäre Infrastruktur von 29.000 auf 11.000 Plätze gesenkt, was Zuschauer zusätzlich motiviert haben dürfte, mit der Bahn anzureisen. Zumindest auf der Informationsebene war die An- und Abreise gut vorbereitet. YahooSports berichtet von Bildschirmen und Lautsprechern mit Unterhaltungsmusik und Infos, um die Fans „bei Laune“ zu halten. Bilder vom Einlass zeigen lange, aber geordnete und geführte Schlangen vor den Eingängen, die vor allem entstanden sind, weil Fans bis zu drei Stunden vor der Stadionöffnung (4,5 Stunden vor Kick-Off) erschienen sind. Zu Wartezeiten trug auch hier die Sicherheitspolice der Behörden und der NFL mit verstärkter Einlasskontrolle bei. Auch während der Abreise kam es zu extremen Wartezeiten. Das Stadion öffnete mehrere Stunden nach Abpfiff wieder einige VIP-Areas für Zuschauer, die immer noch auf Ihre Züge warteten. Northjersey.com hat die Abreisesituation in einem Log zusammengefasst.

Im und um das Stadion waren rund 3.000 private Sicherheitskräfte, bzw. Stewards im Einsatz, die im Vorfeld speziell für den Super Bowl geschult wurden. Alle eingesetzten Ordnungskräfte mussten zudem den in New Jersey geltenden S.O.R.E act-Vorgaben entsprechen und u.a. einen FBI backround check bestehen. Zu den Aufgaben der Sicherheits- und Ordnungskräfte gehörte ausdrücklich auch die Funktion des Crowd Managements.

Vom Großraum New York / New Jersey, über den Transport zum Stadion, und die Abläufe im Stadion bis hinein in die Wohnzimmer wurden Maßnahmen für die Sicherheit der Football-Fans getroffen. Mysafeheaven.com hat sich im Vorfeld des Finals mit etwas Augenzwinkern mit der Sicherheit auf den überall stattfindenden Super Bowl Partys beschäftigt und ein paar Regeln für den sicheren Ablauf aufgestellt.


Dozenten unterwegs

IBIT Dozent Ralf Zimme

Alle für das IBIT arbeitenden Dozenten und Referenten sind bundesweit bei Vorträgen und Seminaren zu treffen.

  • WISSENSCHAFT TRIFFT … SIE am 02.04. in Düsseldorf

IBIT Geschäftsführerin Sabine Funk wird am 02.04.2014 bei einer vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW initiierten Veranstaltung “Wissenschaft trifft … Sie” vor Ort sein und weiter für einen engen Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis, aber auch für Verständnis zwischen den Beteiligten (incl. der Besucher) werben.

Von der Homepage der Veranstaltung:

“Wissenschaft trifft… Sie!” lautet der Titel einer Veranstaltungsreihe, in der wir exzellente Forscherinnen und Forscher bitten, uns ihre Arbeit vorzustellen – in entspannter Atmosphäre in einem Düsseldorfer Café. Interessierte Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, sich auf unterhaltsame Art Forschungsthemen und deren Nutzen für die Menschen erklären zu lassen und in einen Dialog mit den Forschenden zu treten.

Zu unserer nächsten Veranstaltung am 2. April von 18.30 bis 20 Uhr im Quartier Bohème, Ratinger Straße 25, in der Düsseldorfer Altstadt möchten wir Sie herzlich einladen. Wissenschaft trifft… Sie! steht dann ganz unter dem Motto “Sind Sie sicher?”. An vier Tischen diskutieren Sie mit vier spannenden Gästen rund um das Thema Sicherheit in der heutigen Gesellschaft:

  • Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer, Senior Research Professor am Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld. Er untersucht, wie steigender Gewalt von rechts begegnet werden kann und wie die Abwertung von Menschen bestimmter sozialer Schichten den inneren Frieden der Gesellschaft bedroht. Für seine Verdienste um die Konflikt- und Gewaltforschung wurde Prof. Heitmeyer kürzlich mit dem Innovationspreis des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.
  • Prof. Dr. Conrad Schetter, der an der Universität Bonn erforscht, wie staatliche Konflikte gelöst werden können.
  • Sabine Funk, die als Sicherheitsplanerin Behörden und Veranstalter bei Sicherheitskonzepten für Großveranstaltungen berät.
  • Prof. Dr. Thorsten Holz, Experte für Computer-Sicherheit an der Ruhr-Universität Bochum

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze wird als Gastgeberin und interessierte Bürgerin ebenfalls vor Ort sein.  

www.wissenschaft.nrw.de/forschung/fortschritt-nrw/veranstaltungsreihe-wissenschaft-trifft-sie

 

Terminübersicht

Hier finden Sie eine Übersicht der letzten Kurse vor der Sommerpause (WEIMAR) sowie eine Ausschau auf die Kurse nach der Sommerpause, die ab sofort zur Buchung auf unserer Website freigegeben sind.

  • 14.04. – 17.04.2014

Supervisor (Event) I-IV
5-15 Teilnehmer, Inhalte, Preise, Buchung und Rabattmöglichkeiten hier

 

  • 29.04. – 30.04.2014

Veranstaltungsleitung (ausgebucht)
5 – 15 Teilnehmer, 495,00 EUR zzgl. MwSt. (incl. Verpflegung)

 

  • 06.05. – 07.05.2014

Veranstaltungsleitung (An der THEA Weimar –  Buchung)
5 – 15 Teilnehmer, 495,00 EUR zzgl. MwSt. (incl. Verpflegung)

 

  • 27.05. – 28.05.2014

Einlass-, Auslass- und Barrikadenplanung Vertiefung (An der THEA Weimar – Buchung)
5 – 15 Teilnehmer, 495,00 EUR zzgl. MwSt. (incl. Verpflegung)

 

  • 15.09. – 20.09.2014

Prof. Certificate in Events Safety & Security Management (Kompakt, 6 Module)
5 – 15 Teilnehmer, 1.100,00 EUR zzgl. MwSt. (incl. Verpflegung) Gesamtpaket / 195,00 EUR zzgl. Mwst (incl. Verpflegung) je Modul

 

  • 29.09. – 30.09.2014

Veranstaltungsleitung
5 – 15 Teilnehmer, 495,00 EUR zzgl. MwSt. (incl. Verpflegung)

 

  • 15.10.2014

Prof. Certificate in Events Safety & Security Management: Modul 4 – Finanzplanung & Marketing für Sicherheitsmanager
5 – 15 Teilnehmer, 195,00 EUR zzgl. MwSt. (incl. Verpflegung)

 

  • 16.10.2014

Prof. Certificate in Events Safety & Security Management: Modul 5 – Führung & Management
5 – 15 Teilnehmer, 195,00 EUR zzgl. MwSt. (incl. Verpflegung)

 

  • 06.10. – 07.10.2014

Crowd Management Vertiefung
5 – 15 Teilnehmer, 495,00 EUR zzgl. MwSt. (incl. Verpflegung)

 

  • 08.10. – 09.10.2014

Crowd Dynamics Vertiefung
5 – 15 Teilnehmer, 495,00 EUR zzgl. MwSt. (incl. Verpflegung)

 

  • 20.10. – 24.10.2014

Business Continuity Management & Notfallplanung (Vertiefung)
5 – 15 Teilnehmer, 990,00 EUR zzgl. MwSt. (incl. Verpflegung)

 

*Alle Preise zzgl. MwSt. – Kursbeschreibungen, Dozenten, AGBs und Buchung über www.ibit.eu/bildung/angebot/


  • Newsletter vom: 02.04.2014

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