cheap jerseys wholesale jerseys wholesale jerseys free shipping cheap jerseys free shipping cheap nfl jerseys wholesale nfl jerseys cheap soccer jerseys

Unsere Ergänzung: Klage gegen den Veranstalter nach Schießerei in Las Vegas


Die IBIT-WelleIn Ergänzung zum gestern geteilten Beitrag heute noch einmal ein anderer Beitrag, die sich auch mit dem Thema “Vorbereitung des Personals auf den Notfall” beschäftigen – also müssen wir auch noch mal ran an das Thema und es etwas differenzierter betrachten.
Grundsätzlich besteht – das setzen wir einfach mal als gegeben voraus – kein Zweifel daran, dass alle, die bei Veranstaltungen arbeiten, eine Rolle im Rahmen der Notfallprozedere haben. Diese Rolle kann eher passiv sein, d.h. sich auf das Ausführen von Anordnungen konzentrieren oder auch aktiv, d.h. eine bestimmte (pro)aktive Handlung ausführend, sein. dabei ist es die Aufgabe des Unternehmers, dafür zu sorgen, dass alle notwendigen Informationen vorliegen / eingeholt werden, die es braucht, diese Rolle zu realisieren und dass alle notwendigen Informationen an das Personal weitergegeben und diese Personen idealerweise hierin sogar trainiert werden. Dies gilt für die ständigen Dienstleister z.B. einer Arena genauso wie für temporäre Einsätze. Hier gibt es – mit aller Vorsicht formuliert – sicherlich noch Verbesserungsbedarf. Dass dieses Training aber so weit geht, diesen Leuten eine aktive Handlung und Aufgabe im Falle eines Szenarios wie dem hier genannten zuzuweisen, geht sicherlich (viel) zu weit. Niemand kann z.B. dem Spotlight-Fahrer die Verantwortung aufbürden, selbst zu entscheiden, das Licht an oder lieber auszuschalten – die Notwendigkeit hierfür ist lageabhängig und die Konsequenzen möglicherweise gravierend. Licht aus, damit der Schütze nichts mehr sehen kann (mit ihm aber auch die Flüchtenden)? Oder extra Licht an, damit die Flüchtenden (und der Schütze) besser sehen kann?
Natürlich muss – dies allerdings für jede Veranstaltungsstätte spezifisch – sehr genau überlegt werden, ob es Prozedere gibt, die immer gelten und – ACHTUNG, hier kommt der interessante Teil – ohne Eigengefährdung umgesetzt werden können. Es macht aber einen Unterschied, ob im Rahmen eines Brandszenarios und einer hierdurch ausgelösten Räumung bestimmte Standardszenarien, die im Vorfeld festgelegt (und geübt) wurden, umgesetzt werden oder ob man mit einer Situation konfrontiert wird, die die eigene Handlungskompetenz einfach weit übersteigt.
Wir haben uns an dieser Stelle mehrfach dafür ausgesprochen, dass wir uns auf einen solchen Angriff vorbereiten müssen – und das tun wir auch hier. Zwischen “vorbereitet sein um adäquat zu handeln” (Stichwort: run – hide – tell) und “vorbereitet sein, um eine aktive Rolle zu übernehmen” (also eher dem amerikanischen Ansatz des “run – hide – fight” folgen) besteht aber ein riesiger Unterschied – und das ist auch sehr gut so.
Was ist aber mit denen, die “für die Sicherheit” da sein sollen? Die Mitarbeiter/-innen des privaten Sicherheits- & Ordnungsdienstes? Kann man von diesen Kräften erwarten, dass sie in einer solchen Situation Ruhe bewahren, auf ihrer Position bleiben und den Flüchtenden den Weg weisen?
Auch hier sicherlich ein klares nein. Weder sind noch werden sie hierauf vorbereitet. Natürlich haben sie eine aktive, führende Rolle im Rahmen von Räumungen und Veranstaltungsabbrüchen – aber auch das hat immer dort Grenzen, wo der Eigenschutz beginnt. Und natürlich könnte man dies ganz immens und sicherlich auch mit großem Erfolg verbessern – sicherlich jedoch nicht mit den aktuellen Voraussetzungen, wie sie in dieser Branche zu finden sind.
Viel eher muss doch überlegt werden, ob die üblichen Überlegungen zur Selbstrettung, die auf einem Brandereignis basieren, heutzutage so noch funktionieren, oder ob man tatsächlich ein “active shooter scenario” als Auslöser einsetzen muss? Eine Durchflussgeschwindigkeit von 2 – 6 Minuten bei einem Brand mag im Hinblick auf die geltenden baurechtlichen Standards absolut ausreichend und angemessen sein – wenn jemand mit einem Gewehr hinter einem steht, kann das jedoch ganz schön lang sein.
Langer Rede kurzer Sinn: alle bei einer Veranstaltung Anwesenden sollten ihre Aufgaben / Rolle in einem Notfallszenario kennen und vorbereitet sein, diese Aufgabe / Rolle zu erfüllen. Und da gibt es eine Menge zu wissen (Ortskenntnis haben, Sammelpunkte kennen, Alarmierungen auslösen können, Türen schließen oder öffnen, nicht einfach nach Hause gehen, ohne sich abzumelden usw.) und zu tun. Die Übernahme von Heldenaufgaben gehört jedoch sicherlich nicht dazu.
PS: dass der Artikel an sich ziemlich profan und schlecht ist und dass der Kollege Adelmann (Event Safety Alliance) sich hier bedauerlicherweise mit seiner Aussage, in der er die Besucher mit Schafen vergleicht, die geleitet werden müssen, auch nicht mit Ruhm bekleckert, ignorieren wir an dieser Stelle zugunsten des Denkansatzes an sich.
Quelle:
http://www.newsweek.com/las-vegas-shooting-event-workers-need-better-training-685269

On Oktober 17th, 2017, posted in: News by

Comments are closed.